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Selbstbeschreibung ;)

Hallöchen!

Ich werde jetzt einfach mal versuchen, mich selbst zu beschreiben, was mir nicht leicht fallen wird, weil ich die Sachen gerne ''schön rede''...

 

Also, fangen wir einfach an:

Ich heiße Annabell, von den meisten aber Bella genannt. Meine ''Beste Freundin'' nennt mich Fox, ein paar andere nennen mich Fuchsgesicht - genau, wie die eine Tussi da von Tribute von Panem. Sie vergleichen mich mit ihr, angeblich währe ich so schlau wie sie, genauso hinterlistig. Das bin ich aber nicht. Ich zeige nur nicht jedem wer ich bin, passe mich den Situationen an. Was meinen Charakter betrifft, versuche ich allen immer nur die schöne Seite zu zeigen, meine Schokoladenseite (ich mag aber eher die Seite, an der man mehr Knochen sieht ) . Ich setzte einfach ein Lächel auf und mache es den Leuten recht. Zumindest klappt das einfach gut, so lässt sichs leben! So mögen mich die Leute und ich kann mir im Hintergrund von ihnen denken, was ich will!

 

Ich bin 13 Jahre alt, habe am 13. Juni Geburtstag. Die meisten denken, ich währe älter, weil ich nicht so eine piepsige Stimme habe und die in meiner Klasse alle etwas kleiner wie ich sind. Man sagt ich währe ja ''So erwachsen'', ich würde ''...schon über den anderen stehen ...''. Aber wohin bringt mich das? Macht das mich glücklich? Nein!

 

Vom Aussehen her: Man sagt, ich währe schlank, aber ich habe ziemlich fette Hüften, meine Waden sind auch fest gebaut und ich habe überall ''Wabbel'' am Bauch . Ich war schon immer eher moppelig. Meine Haare leuchten in der Sonne leicht rötlich, sie sind Kupferfarben und relativ glatt. Eigentlich bin ich eher ein blasser Typ, aber langsam nimmt meine Haut gerade im Sommer etwas Farbe an. Meine Augenfarbe ist so eine langweilige Mischung aus Grün, Braun und Blau, auch ein klein wenig Grau um die Pupille herum. Das einzige, was ich an mir wirklich ''schön'' finde, sind meine langen und relativ dünnen Finger und meine langen Nägel, die fast immer lakiert sind.

 

Was in manchen dunkleren und traurigeren Zeiten meinem Leben wirklich noch einen Sinn gegeben hat, war das Reiten! Es ist mein liebstes Hobby nach Ballett und Querflöte spielen. Mit dem Reiten habe ich nicht nur einfach einen Sport entdeckt, sondern eine Lebenseinstellung voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht. Ich möchte nicht behaupten, dass ich ein Talent fürs Reiten habe, aber sobald ich auf dem Rücken eines Pferdes sitze, bin ich ruhig und gelassen, lasse alle meine Gedanken los und konzentriere mich nurnoch auf dieses wundervolle Hobby.

 

 

21.7.14 18:33


Freunde

 

Ich möchte aber nicht nur über mich reden, sondern auch mal etwas über meine ''Freunde'' erzählen. Ich habe gelernt, dass man den Begriff ''Freundschaft'' nicht überschätzen sollte: Freundschaft, wie sie überall angepriesen wird, existiert nicht!

 

Erstmal ein Wörtchen an meine ''Beste Freundin'' oder was auch immer sie ist.

Tatze, du bist ein faszinierender Mensch: Du bist durch und durch von Enthuiasmus ergriffen, aber egoistisch, launisch und maßlos. Doch dein positiver und kindlicher Wille und die Art, wie du dich gegen die Realität stämmst, erstaund mich. Ja, ich nenne dich meine Beste Freundin und du mich auch, auch wenn du mich jeder Zeit ersetzten würdest. In deinen großen braunen, Augen liegt immer die Warheit und du willst mich von allem Möglichen überzeugen, aber du wirst es nicht schaffen. Und das weißt du. Aber immer wieder verzeihst du mir und hörst mir zu, obwohl wir doch so oft streiten und so komplett anders sind und ich nicht mit dir klar komme...

 

Nun zu dir, meine Ex-Beste Freundin Manuela...

Wir waren ein Dreamteam, das hat jeder gesagt, der uns gekannt hatte. Aber nur so lange, als ich nach deiner Nase getanzt hatte. Und tut mir leid, aber du bist FETT!!! Du bist egoistisch, verfressen, schnell beleidigt und immer neidisch. Bisher habe ich immer nur mit hasserfüllten Worten über dich gesprochen, nach unsrem Streit. Aber ich muss was sagen: 2 positive Sachen hast du mir gelehrt: 1.: Dass es keine wahren Freunde gibt, 2., wie schön es ist, zu hungern! Du wolltest abnehmen, mit mir zusammen. Ich habe mitgemacht. Mich wochenlang von Knäckebrot und Milch ernährt. Auf einen Schlag. Es muss krankhaft klingen, aber ehrlich: Es hat mir ein wundervolles Gefühl gegeben. Ich hab mich zum ersten Mal so richtig frei gefühlt. Ich hatte dank dir etwas gefunden, was ich kann: Abnehmen... Ich schätze von Magersucht kann man hier nict wirklich reden, ich habe eigentlich sofort wieder essen können, als ich so richtig schön abgenommen habe. Ich habe mein Gewicht aus den Augen verloren und wieder weitergefressen. Aber in der Zeit, in der ich abgenommen hatte, in dieser Zeit hast du groß dahergeredet und kein Gramm abgenommen. Du hast mich immer zusammengestaucht, wenn ich eine Scheibe mageren Käse gegessen habe, obwohl ich ja hinterher aufs Klo gegangen bin und ... nun ja, gekotzt habe. Und als ich dir in den Arsch treten wollte, als du schon dein 5. Nutella-Brötchen in der Woche verschlingen wolltest, machtest du unsrer Freundschaft ein Ende. Aber ich bin dir dankbar: Du hast mir auf kindische Art gelernt, dass es die Freundschaft, wie sie überall angepriesen wird, nicht existiert, und dass es ein schönes Gefühl ist, wenn man auf der Waage steht und es weniger geworden ist...

 

Ach Leo, ich weiß nicht.

Wie oft haben wir uns gestritten? 1 Mal? 2 Mal? Öfter nicht. Das liegt daran, dass wir immer versuchen, uns' gegenseitig recht zu machen. Wir kennen uns so lange, du bist so eine ruhige, korrekte aber gutmütige Person die immer die Realität vor Augen hat. Doch unsre Meinungsverschiedenheiten beim Essen können uns nicht zu Besten Freundinnen machen. Du bist Adipositas - Fresssüchtig. Verzeihe mir, aber ich komme damit nicht klar. Ich weiß, dass ist oberflächlich, aber ich kann dich nicht bei dir daheim besuchen, ohne dass es mir schlecht wird. Verzeih mir, ja? Verzeih mir alles, was ch dir getan habe. Verzeihe meine Oberflächlichkeit und verzeihe mir, dass ich dich so oft korrigieren wollte und dich damit verletz habe. Ich schätze, du bist eine wahre Freundin. Aber du hattest Recht. Würden wir die Rollen tauschen, hätte ich mich auch durch eine andere Ersetzt, eine, die besser zu mir passt... Danke für alles was du mir gegeben hast.

21.7.14 19:14


Meine Liebsten Sprüche...

 

Ich lese sie 1000 mal am Tag:

 

Nichts schmeckt so gut, wie dünn sein sich anfühlt...

Skip dinner, Get thinner...

Wenn es einfach währe, währe jeder dünn...

Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben...

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren...

Wenn ich 99 mal hinfalle, kann ich genauso gut ein 100-tes Mal aufstehen!

Es gibt kein ''Versuchen'' nur ein MACHEN

Ändere deine Gedanken, verändere deine Welt...

Rome wasn't built on one day.

Es gibt nur 2 Dinge die du falsch machen kannst: Aufhören und niemals anfangen...

Essen ist die primitivste Form des Trostes!

Jedes Mal, wenn du ''Nein, danke!'' zum Essen sagts, sagst du: ''Oh ja!'' zur Perfektion.

A perfect soul needs a perfect body...

Mein Selbstwertgefühl ist mir eindeutig mehr wert als ein Stück Kuchen!

 

 

Absoluter Lieblingsspruch:

 

One moment on the lips, forever on the hips...

 

21.7.14 18:00


Vorwort

Hallo,

hier werden die berühmten Briefe Anas' reingestellt, welche ich von einem anderen Blog übernommen habe. Ich selbst würde mich nie als Ana bezeichnen, vorallen, weil ich nicht einmal magersüchtig bin. Es gibt Leute, die behaupten, sie seien magersüchtig, nur weil sie immer wieder mal was fressen und es dann wieder rauskotzen. Nein. Ich schreibe einfach so diese Briefe hier rein, weil sie mich faszinieren und mir den Ansporn geben, weiter abzunehmen.

21.7.14 19:19


Ana's 1. Brief

 

 Hallöchen!

Erlaube mir, mich vorzustellen.

Mein Name, oder wie ich von sogenannten "Ärzten" genannt werde, ist Anorexie. Mein vollständiger Name ist Anorexia Nervosa, aber du kannst mich Ana nennen. Ich hoffe, wir werden gute Freunde.

In der nächsten Zeit werde ich viel Zeit in dich investieren und ich erwarte das Gleiche von dir.

In der Vergangenheit hast du mitbekommen, wie deine Lehrer und Eltern über dich sprachen. Du bist "so reif", "intelligent", "gibst immer alles" und in dir steckt "so viel Potential". Wohin hat dich das alles gebracht, wenn ich fragen darf?? Nirgendwo hin! Du bist nicht perfekt, du strengst dich nicht genug an und darüber hinaus verschwendest du deine Zeit damit, mit diesen Freunden zu reden und über sie und das Zeichnen nachzudenken. Dieser Luxus wird dir in Zukunft nicht gestattet sein.

Deine Freunde verstehen dich nicht. Sie sind nicht ehrlich. Früher, als die Unsicherheit an deinen Gedanken genagt hat, und du sie gefragt hast: "Sehe ich...fett aus?" und sie geantwortet haben: "Nein, natürlich nicht", wusstest du, dass sie lügen. Nur ich sage dir die Wahrheit. Deine Eltern...lass uns nicht so weit gehen! Du weißt, dass sie dich lieben und dass sie für dich sorgen, aber die Sache ist einfach die, dass sie deine Eltern sind und verpflichtet sind, so zu handeln. Ich werde dir jetzt ein Geheimnis verraten: Tief in ihrem Inneren sind sie von dir enttäuscht. Aus ihrer Tochter, der mit all dem Potential, ist ein fettes, faules Mädchen geworden, das alles, was es hat, nicht verdient hat.

Aber ich bin gerade dabei, das alles zu ändern.

Ich erwarte eine ganze Menge von dir. Du darfst nicht viel essen. Es wird langsam anfangen: Reduzierung der Fettaufnahme, Lesen der Nährwertangaben, Junk Food, Frittiertes etc. wird weggelassen. Für eine Weile wird die Übung einfach sein: Etwas Laufen, vielleicht ein paar Crunches und Sit Ups. Nichts zu schweres. Verlierst vielleicht ein paar Pfunde. Nehme ein bißchen Fett aus deinem Fettbottich deines Bauches. Aber es wird nicht lange dauern, dann werde ich dir sagen, dass das nicht genug ist.

Ich werde von dir erwarten, deine Kalorienaufnahme zu verringern und gleichzeitig mehr Übungen zu machen. Ich werde dich an deine Grenzen treiben. Du musst es ertragen, weil du dich mir nicht widersetzen kannst. Ich fange an, mich bei dir einzunisten. Ziemlich bald bin ich immer bei dir. Ich bin da, wenn du morgens aufwachst und zur Waage rennst. Die Zahlen werden beides - Freund und Feind, und mit rasenden Gedanken betest du, sie mögen niedriger sein, als gestern Morgen. Du siehst mit Schrecken in den Spiegel. Du kneifst dir in das Fett, das da ist und lächelst, wenn du dir über Knochen streifst. Ich bin da, wenn du den Tagesplan gestaltest: 400 kcal, 2 Stunden Sport. Ich bin diejenige, die ihn ausknobelt, weil spätestens jetzt meine und deine Gedanken Eins werden.

Ich folge dir den ganzen Tag hindurch. In der Schule, wenn du dich schlecht konzentrieren kannst, gebe ich dir etwas zum Nachdenken: Zähle die Kalorien für den Tag nach. Es ist zuviel. Ich fülle deinen Kopf mit Gedanken über Essen, Gewicht, Kalorien, und Dinge, über die Nachzudenken sicher ist. Denn jetzt bin ich bereits in dir. Ich bin in deinem Kopf, deinem Herzen und deiner Seele. Die Schmerzen des Hungers, die du vorgibst zu spüren, bin ich in dir.

Ziemlich bald werde ich dir nicht nur sagen, was du mit Essen machen sollst, sondern auch, was du die GANZE Zeit über machen sollst. Lächel und nicke. Zeige dich von deiner guten Seite. Schlage auf diesen fetten Bauch, verdammt, Gott, bist du eine fette Kuh! Wenn es Zeit für's Essen ist, sage ich dir, was zu tun ist. Ich mache einen Teller mit Kopfsalat, der wie ein Festmahl passend für einen König aussieht. Reiche das Essen herum. Lass es so aussehen, als hättest du etwas gegessen. Kein Stück...wenn du isst, dann wirst du die Kontrolle verlieren...WILLST du das? Wieder eine fette Kuh werden, die du einmal warst? Ich zwinge dich, Models aus Modemagazinen anzustarren. Diese perfekt dünnen, verzichtenden Models mit den weißen Zähnen, Models der Perfektion, die dich von den Seiten der Hochglanzmagazine heraus anstarren. Ich lasse dich erkennen, dass du nie wie sie sein kannst. Du wirst immer fett und nie so schön wie sie sein. Wenn du in den Spiegel schaust, werde ich dir das Bild verzerren. Ich werde dir Fettleibigkeit und Scheußlichkeit zeigen. Ich werde dir einen Sumo-Ringer zeigen, wo in Wirklichkeit ein hungerndes Kind ist. Aber du musst das glauben, denn wenn du die Wahrheit kennen würdest, könntest du wieder anfangen zu essen und unsere Beziehung würde zerbrechen...

Manchmal wirst du rebellieren. Du wirst das kleine rebellierende, fieberhafte Gefühl, das in deinem Körper zurückgeblieben ist bemerken, und du wirst dich runter in die dunkle Küche wagen. Die Kühlschranktür wird sich, leise knarrend, langsam öffnen. Deine Augen werden das Essen streifen, dass ich in sicherem Abstand von dir aufbewahrt habe. Du wirst deine Hände lethargisch, wie in einem Albtraum durch die Dunkelheit nach einer Packung Cracker greifen sehen. Du stopfst sie in dich hinein, mechanisch, nicht wirklich schmeckend, aber einfach genießend, dass du etwas gegen mich tust. Du greifst nach einer weiteren Packung, einer weiteren, einer weiteren, einer weiteren. Dein Magen bläht sich auf und du fängst an lächerlich auszusehen, aber du willst nicht jetzt schon aufhören. Und die ganze Zeit schreie ich dich an aufzuhören, du fette Kuh, du hast wirklich keine Selbstkontrolle, du wirst fett werden.

Wenn es vorbei ist, wirst du dich wieder an mich ranklammern, mich nach Rat fragen, weil du wirklich nicht fett werden willst. Du hast eine der Hauptregeln gebrochen und willst mich jetzt zurück. Ich zwinge dich ins Badezimmer, auf deine Knie, du starrst ohne Gefühl in die Kloschüssel. Deine Finger werden in deinen Rachen gesteckt und nicht ohne eine große Menge Schmerz wird dein Essen rauskommen. Wieder und wieder wird das wiederholt, bis du Blut und Wasser spuckst, und du weißt, dass alles raus ist. Wenn du aufstehst wird dir schwindelig sein. Werde nicht ohnmächtig! Stehe aufrecht! Du fette Kuh, du verdienst es Schmerzen zu haben. Vielleicht entscheide ich mich bald anders, um dich von dem Gefühl der Ertappung zu befreien. Vielleicht bringe ich dich dazu, Abführmittel zu nehmen und du wirst bis in die frühen Morgenstunden auf dem Klo sitzen, mit einem drückenden Gefühl in dir. Oder vielleicht bringe ich dich dazu, dich selbst zu verletzen, deinen Kopf vor eine Wand zu schlagen, bis du schreckliche Kopfschmerzen bekommst. Ritzen ist genau so effektiv. Ich will, dass du dein Blut siehst, wie es deinen Arm runterläuft, und in diesem Bruchteil der Sekunde wirst du merken, du verdienst ihn, egal welchen einen Schmerz ich dir gebe. Du bist deprimiert, besessen vom Schmerz und dem Verletzen. Du greifst nach außen, aber niemand wird dich sehen oder dir zuhören. Wen interessiert's? Du verdienst es; du hast es selbst über dich gebracht.

Ist das rau? Willst nicht, dass das mit dir passiert? Bin ich unfair? Ich tue Sachen die dir helfen. Ich mache es möglich für dich, aufzuhören, an deine Gefühle zu denken, die die Ursache für deinen Stress sind. Gedanken der Wut, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Einsamkeit können sich verziehen, denn ich fülle deinen Kopf mit dem Kalorienzählen. Ich vernichte deinen Kampf, um mit anderen Kindern deines Alters Zeit zu verbringen. Denn jetzt bin ich deine einzige Freundin. Ich habe eine Schwäche. Aber wir dürfen keinem davon erzählen. Wenn du dich entscheidest gegen mich zu kämpfen, jemanden zu erreichen und ihm zu erzählen, was ich aus deinem Leben mache, wird alles zusammen brechen! Niemand darf es erfahren, niemand kann die Schale brechen, mit der ich dich bedeckt habe. Ich habe dieses dünne, perfekte, beneidenswerte Kind geschaffen. Du bist mein, nur mein. Ohne mich bist du nichts. Also kämpfe nicht gegen mich! Wenn andere Bemerkungen machen, ignoriere sie. Beschleunige dein Tempo, vergiss sie, vergiss alle die versuchen, mich von dir weg zu bekommen. Ich bin dein größter Gewinn und ich habe vor, sie von dir fern zu halten.

Mit freundlichen Grüßen

Ana 

21.7.14 19:22



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Selbstbeschreibung ;)

Hallöchen!

Ich werde jetzt einfach mal versuchen, mich selbst zu beschreiben, was mir nicht leicht fallen wird, weil ich die Sachen gerne ''schön rede''...

 

Also, fangen wir einfach an:

Ich heiße Annabell, von den meisten aber Bella genannt. Meine ''Beste Freundin'' nennt mich Fox, ein paar andere nennen mich Fuchsgesicht - genau, wie die eine Tussi da von Tribute von Panem. Sie vergleichen mich mit ihr, angeblich währe ich so schlau wie sie, genauso hinterlistig. Das bin ich aber nicht. Ich zeige nur nicht jedem wer ich bin, passe mich den Situationen an. Was meinen Charakter betrifft, versuche ich allen immer nur die schöne Seite zu zeigen, meine Schokoladenseite (ich mag aber eher die Seite, an der man mehr Knochen sieht ) . Ich setzte einfach ein Lächel auf und mache es den Leuten recht. Zumindest klappt das einfach gut, so lässt sichs leben! So mögen mich die Leute und ich kann mir im Hintergrund von ihnen denken, was ich will!

 

Ich bin 13 Jahre alt, habe am 13. Juni Geburtstag. Die meisten denken, ich währe älter, weil ich nicht so eine piepsige Stimme habe und die in meiner Klasse alle etwas kleiner wie ich sind. Man sagt ich währe ja ''So erwachsen'', ich würde ''...schon über den anderen stehen ...''. Aber wohin bringt mich das? Macht das mich glücklich? Nein!

 

Vom Aussehen her: Man sagt, ich währe schlank, aber ich habe ziemlich fette Hüften, meine Waden sind auch fest gebaut und ich habe überall ''Wabbel'' am Bauch . Ich war schon immer eher moppelig. Meine Haare leuchten in der Sonne leicht rötlich, sie sind Kupferfarben und relativ glatt. Eigentlich bin ich eher ein blasser Typ, aber langsam nimmt meine Haut gerade im Sommer etwas Farbe an. Meine Augenfarbe ist so eine langweilige Mischung aus Grün, Braun und Blau, auch ein klein wenig Grau um die Pupille herum. Das einzige, was ich an mir wirklich ''schön'' finde, sind meine langen und relativ dünnen Finger und meine langen Nägel, die fast immer lakiert sind.

 

Was in manchen dunkleren und traurigeren Zeiten meinem Leben wirklich noch einen Sinn gegeben hat, war das Reiten! Es ist mein liebstes Hobby nach Ballett und Querflöte spielen. Mit dem Reiten habe ich nicht nur einfach einen Sport entdeckt, sondern eine Lebenseinstellung voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht. Ich möchte nicht behaupten, dass ich ein Talent fürs Reiten habe, aber sobald ich auf dem Rücken eines Pferdes sitze, bin ich ruhig und gelassen, lasse alle meine Gedanken los und konzentriere mich nurnoch auf dieses wundervolle Hobby.

 

 

21.7.14 18:33


Freunde

 

Ich möchte aber nicht nur über mich reden, sondern auch mal etwas über meine ''Freunde'' erzählen. Ich habe gelernt, dass man den Begriff ''Freundschaft'' nicht überschätzen sollte: Freundschaft, wie sie überall angepriesen wird, existiert nicht!

 

Erstmal ein Wörtchen an meine ''Beste Freundin'' oder was auch immer sie ist.

Tatze, du bist ein faszinierender Mensch: Du bist durch und durch von Enthuiasmus ergriffen, aber egoistisch, launisch und maßlos. Doch dein positiver und kindlicher Wille und die Art, wie du dich gegen die Realität stämmst, erstaund mich. Ja, ich nenne dich meine Beste Freundin und du mich auch, auch wenn du mich jeder Zeit ersetzten würdest. In deinen großen braunen, Augen liegt immer die Warheit und du willst mich von allem Möglichen überzeugen, aber du wirst es nicht schaffen. Und das weißt du. Aber immer wieder verzeihst du mir und hörst mir zu, obwohl wir doch so oft streiten und so komplett anders sind und ich nicht mit dir klar komme...

 

Nun zu dir, meine Ex-Beste Freundin Manuela...

Wir waren ein Dreamteam, das hat jeder gesagt, der uns gekannt hatte. Aber nur so lange, als ich nach deiner Nase getanzt hatte. Und tut mir leid, aber du bist FETT!!! Du bist egoistisch, verfressen, schnell beleidigt und immer neidisch. Bisher habe ich immer nur mit hasserfüllten Worten über dich gesprochen, nach unsrem Streit. Aber ich muss was sagen: 2 positive Sachen hast du mir gelehrt: 1.: Dass es keine wahren Freunde gibt, 2., wie schön es ist, zu hungern! Du wolltest abnehmen, mit mir zusammen. Ich habe mitgemacht. Mich wochenlang von Knäckebrot und Milch ernährt. Auf einen Schlag. Es muss krankhaft klingen, aber ehrlich: Es hat mir ein wundervolles Gefühl gegeben. Ich hab mich zum ersten Mal so richtig frei gefühlt. Ich hatte dank dir etwas gefunden, was ich kann: Abnehmen... Ich schätze von Magersucht kann man hier nict wirklich reden, ich habe eigentlich sofort wieder essen können, als ich so richtig schön abgenommen habe. Ich habe mein Gewicht aus den Augen verloren und wieder weitergefressen. Aber in der Zeit, in der ich abgenommen hatte, in dieser Zeit hast du groß dahergeredet und kein Gramm abgenommen. Du hast mich immer zusammengestaucht, wenn ich eine Scheibe mageren Käse gegessen habe, obwohl ich ja hinterher aufs Klo gegangen bin und ... nun ja, gekotzt habe. Und als ich dir in den Arsch treten wollte, als du schon dein 5. Nutella-Brötchen in der Woche verschlingen wolltest, machtest du unsrer Freundschaft ein Ende. Aber ich bin dir dankbar: Du hast mir auf kindische Art gelernt, dass es die Freundschaft, wie sie überall angepriesen wird, nicht existiert, und dass es ein schönes Gefühl ist, wenn man auf der Waage steht und es weniger geworden ist...

 

Ach Leo, ich weiß nicht.

Wie oft haben wir uns gestritten? 1 Mal? 2 Mal? Öfter nicht. Das liegt daran, dass wir immer versuchen, uns' gegenseitig recht zu machen. Wir kennen uns so lange, du bist so eine ruhige, korrekte aber gutmütige Person die immer die Realität vor Augen hat. Doch unsre Meinungsverschiedenheiten beim Essen können uns nicht zu Besten Freundinnen machen. Du bist Adipositas - Fresssüchtig. Verzeihe mir, aber ich komme damit nicht klar. Ich weiß, dass ist oberflächlich, aber ich kann dich nicht bei dir daheim besuchen, ohne dass es mir schlecht wird. Verzeih mir, ja? Verzeih mir alles, was ch dir getan habe. Verzeihe meine Oberflächlichkeit und verzeihe mir, dass ich dich so oft korrigieren wollte und dich damit verletz habe. Ich schätze, du bist eine wahre Freundin. Aber du hattest Recht. Würden wir die Rollen tauschen, hätte ich mich auch durch eine andere Ersetzt, eine, die besser zu mir passt... Danke für alles was du mir gegeben hast.

21.7.14 19:14


Meine Liebsten Sprüche...

 

Ich lese sie 1000 mal am Tag:

 

Nichts schmeckt so gut, wie dünn sein sich anfühlt...

Skip dinner, Get thinner...

Wenn es einfach währe, währe jeder dünn...

Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben...

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren...

Wenn ich 99 mal hinfalle, kann ich genauso gut ein 100-tes Mal aufstehen!

Es gibt kein ''Versuchen'' nur ein MACHEN

Ändere deine Gedanken, verändere deine Welt...

Rome wasn't built on one day.

Es gibt nur 2 Dinge die du falsch machen kannst: Aufhören und niemals anfangen...

Essen ist die primitivste Form des Trostes!

Jedes Mal, wenn du ''Nein, danke!'' zum Essen sagts, sagst du: ''Oh ja!'' zur Perfektion.

A perfect soul needs a perfect body...

Mein Selbstwertgefühl ist mir eindeutig mehr wert als ein Stück Kuchen!

 

 

Absoluter Lieblingsspruch:

 

One moment on the lips, forever on the hips...

 

21.7.14 18:00


Vorwort

Hallo,

hier werden die berühmten Briefe Anas' reingestellt, welche ich von einem anderen Blog übernommen habe. Ich selbst würde mich nie als Ana bezeichnen, vorallen, weil ich nicht einmal magersüchtig bin. Es gibt Leute, die behaupten, sie seien magersüchtig, nur weil sie immer wieder mal was fressen und es dann wieder rauskotzen. Nein. Ich schreibe einfach so diese Briefe hier rein, weil sie mich faszinieren und mir den Ansporn geben, weiter abzunehmen.

21.7.14 19:19


Ana's 1. Brief

 

 Hallöchen!

Erlaube mir, mich vorzustellen.

Mein Name, oder wie ich von sogenannten "Ärzten" genannt werde, ist Anorexie. Mein vollständiger Name ist Anorexia Nervosa, aber du kannst mich Ana nennen. Ich hoffe, wir werden gute Freunde.

In der nächsten Zeit werde ich viel Zeit in dich investieren und ich erwarte das Gleiche von dir.

In der Vergangenheit hast du mitbekommen, wie deine Lehrer und Eltern über dich sprachen. Du bist "so reif", "intelligent", "gibst immer alles" und in dir steckt "so viel Potential". Wohin hat dich das alles gebracht, wenn ich fragen darf?? Nirgendwo hin! Du bist nicht perfekt, du strengst dich nicht genug an und darüber hinaus verschwendest du deine Zeit damit, mit diesen Freunden zu reden und über sie und das Zeichnen nachzudenken. Dieser Luxus wird dir in Zukunft nicht gestattet sein.

Deine Freunde verstehen dich nicht. Sie sind nicht ehrlich. Früher, als die Unsicherheit an deinen Gedanken genagt hat, und du sie gefragt hast: "Sehe ich...fett aus?" und sie geantwortet haben: "Nein, natürlich nicht", wusstest du, dass sie lügen. Nur ich sage dir die Wahrheit. Deine Eltern...lass uns nicht so weit gehen! Du weißt, dass sie dich lieben und dass sie für dich sorgen, aber die Sache ist einfach die, dass sie deine Eltern sind und verpflichtet sind, so zu handeln. Ich werde dir jetzt ein Geheimnis verraten: Tief in ihrem Inneren sind sie von dir enttäuscht. Aus ihrer Tochter, der mit all dem Potential, ist ein fettes, faules Mädchen geworden, das alles, was es hat, nicht verdient hat.

Aber ich bin gerade dabei, das alles zu ändern.

Ich erwarte eine ganze Menge von dir. Du darfst nicht viel essen. Es wird langsam anfangen: Reduzierung der Fettaufnahme, Lesen der Nährwertangaben, Junk Food, Frittiertes etc. wird weggelassen. Für eine Weile wird die Übung einfach sein: Etwas Laufen, vielleicht ein paar Crunches und Sit Ups. Nichts zu schweres. Verlierst vielleicht ein paar Pfunde. Nehme ein bißchen Fett aus deinem Fettbottich deines Bauches. Aber es wird nicht lange dauern, dann werde ich dir sagen, dass das nicht genug ist.

Ich werde von dir erwarten, deine Kalorienaufnahme zu verringern und gleichzeitig mehr Übungen zu machen. Ich werde dich an deine Grenzen treiben. Du musst es ertragen, weil du dich mir nicht widersetzen kannst. Ich fange an, mich bei dir einzunisten. Ziemlich bald bin ich immer bei dir. Ich bin da, wenn du morgens aufwachst und zur Waage rennst. Die Zahlen werden beides - Freund und Feind, und mit rasenden Gedanken betest du, sie mögen niedriger sein, als gestern Morgen. Du siehst mit Schrecken in den Spiegel. Du kneifst dir in das Fett, das da ist und lächelst, wenn du dir über Knochen streifst. Ich bin da, wenn du den Tagesplan gestaltest: 400 kcal, 2 Stunden Sport. Ich bin diejenige, die ihn ausknobelt, weil spätestens jetzt meine und deine Gedanken Eins werden.

Ich folge dir den ganzen Tag hindurch. In der Schule, wenn du dich schlecht konzentrieren kannst, gebe ich dir etwas zum Nachdenken: Zähle die Kalorien für den Tag nach. Es ist zuviel. Ich fülle deinen Kopf mit Gedanken über Essen, Gewicht, Kalorien, und Dinge, über die Nachzudenken sicher ist. Denn jetzt bin ich bereits in dir. Ich bin in deinem Kopf, deinem Herzen und deiner Seele. Die Schmerzen des Hungers, die du vorgibst zu spüren, bin ich in dir.

Ziemlich bald werde ich dir nicht nur sagen, was du mit Essen machen sollst, sondern auch, was du die GANZE Zeit über machen sollst. Lächel und nicke. Zeige dich von deiner guten Seite. Schlage auf diesen fetten Bauch, verdammt, Gott, bist du eine fette Kuh! Wenn es Zeit für's Essen ist, sage ich dir, was zu tun ist. Ich mache einen Teller mit Kopfsalat, der wie ein Festmahl passend für einen König aussieht. Reiche das Essen herum. Lass es so aussehen, als hättest du etwas gegessen. Kein Stück...wenn du isst, dann wirst du die Kontrolle verlieren...WILLST du das? Wieder eine fette Kuh werden, die du einmal warst? Ich zwinge dich, Models aus Modemagazinen anzustarren. Diese perfekt dünnen, verzichtenden Models mit den weißen Zähnen, Models der Perfektion, die dich von den Seiten der Hochglanzmagazine heraus anstarren. Ich lasse dich erkennen, dass du nie wie sie sein kannst. Du wirst immer fett und nie so schön wie sie sein. Wenn du in den Spiegel schaust, werde ich dir das Bild verzerren. Ich werde dir Fettleibigkeit und Scheußlichkeit zeigen. Ich werde dir einen Sumo-Ringer zeigen, wo in Wirklichkeit ein hungerndes Kind ist. Aber du musst das glauben, denn wenn du die Wahrheit kennen würdest, könntest du wieder anfangen zu essen und unsere Beziehung würde zerbrechen...

Manchmal wirst du rebellieren. Du wirst das kleine rebellierende, fieberhafte Gefühl, das in deinem Körper zurückgeblieben ist bemerken, und du wirst dich runter in die dunkle Küche wagen. Die Kühlschranktür wird sich, leise knarrend, langsam öffnen. Deine Augen werden das Essen streifen, dass ich in sicherem Abstand von dir aufbewahrt habe. Du wirst deine Hände lethargisch, wie in einem Albtraum durch die Dunkelheit nach einer Packung Cracker greifen sehen. Du stopfst sie in dich hinein, mechanisch, nicht wirklich schmeckend, aber einfach genießend, dass du etwas gegen mich tust. Du greifst nach einer weiteren Packung, einer weiteren, einer weiteren, einer weiteren. Dein Magen bläht sich auf und du fängst an lächerlich auszusehen, aber du willst nicht jetzt schon aufhören. Und die ganze Zeit schreie ich dich an aufzuhören, du fette Kuh, du hast wirklich keine Selbstkontrolle, du wirst fett werden.

Wenn es vorbei ist, wirst du dich wieder an mich ranklammern, mich nach Rat fragen, weil du wirklich nicht fett werden willst. Du hast eine der Hauptregeln gebrochen und willst mich jetzt zurück. Ich zwinge dich ins Badezimmer, auf deine Knie, du starrst ohne Gefühl in die Kloschüssel. Deine Finger werden in deinen Rachen gesteckt und nicht ohne eine große Menge Schmerz wird dein Essen rauskommen. Wieder und wieder wird das wiederholt, bis du Blut und Wasser spuckst, und du weißt, dass alles raus ist. Wenn du aufstehst wird dir schwindelig sein. Werde nicht ohnmächtig! Stehe aufrecht! Du fette Kuh, du verdienst es Schmerzen zu haben. Vielleicht entscheide ich mich bald anders, um dich von dem Gefühl der Ertappung zu befreien. Vielleicht bringe ich dich dazu, Abführmittel zu nehmen und du wirst bis in die frühen Morgenstunden auf dem Klo sitzen, mit einem drückenden Gefühl in dir. Oder vielleicht bringe ich dich dazu, dich selbst zu verletzen, deinen Kopf vor eine Wand zu schlagen, bis du schreckliche Kopfschmerzen bekommst. Ritzen ist genau so effektiv. Ich will, dass du dein Blut siehst, wie es deinen Arm runterläuft, und in diesem Bruchteil der Sekunde wirst du merken, du verdienst ihn, egal welchen einen Schmerz ich dir gebe. Du bist deprimiert, besessen vom Schmerz und dem Verletzen. Du greifst nach außen, aber niemand wird dich sehen oder dir zuhören. Wen interessiert's? Du verdienst es; du hast es selbst über dich gebracht.

Ist das rau? Willst nicht, dass das mit dir passiert? Bin ich unfair? Ich tue Sachen die dir helfen. Ich mache es möglich für dich, aufzuhören, an deine Gefühle zu denken, die die Ursache für deinen Stress sind. Gedanken der Wut, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Einsamkeit können sich verziehen, denn ich fülle deinen Kopf mit dem Kalorienzählen. Ich vernichte deinen Kampf, um mit anderen Kindern deines Alters Zeit zu verbringen. Denn jetzt bin ich deine einzige Freundin. Ich habe eine Schwäche. Aber wir dürfen keinem davon erzählen. Wenn du dich entscheidest gegen mich zu kämpfen, jemanden zu erreichen und ihm zu erzählen, was ich aus deinem Leben mache, wird alles zusammen brechen! Niemand darf es erfahren, niemand kann die Schale brechen, mit der ich dich bedeckt habe. Ich habe dieses dünne, perfekte, beneidenswerte Kind geschaffen. Du bist mein, nur mein. Ohne mich bist du nichts. Also kämpfe nicht gegen mich! Wenn andere Bemerkungen machen, ignoriere sie. Beschleunige dein Tempo, vergiss sie, vergiss alle die versuchen, mich von dir weg zu bekommen. Ich bin dein größter Gewinn und ich habe vor, sie von dir fern zu halten.

Mit freundlichen Grüßen

Ana 

21.7.14 19:22